Bei einer solide gebauten Pyramide bildet die Grundfläche die Grundlage für den Bau und ermöglicht es der Spitze, hoch hinauszuragen, ohne zu wanken und zu schwanken.
Die Mathematik gilt gemeinhin als die Wissenschaft, die am genauesten und exaktesten ist. Ausgehend von wenigen Annahmen, die vielen Menschen unmittelbar einleuchten, wird das kühne Gebäude der euklidischen Geometrie errichtet, das seit mehr als zweitausend Jahren die Menschen in seinen Bann schlägt und zu tiefst fasziniert. Das Hauptlehrbuch der Geometrie "Die Elemente" wird dem Gelehrten Euklid zugeschrieben, der wohl in Alexandria im vierten Jahrhundert vor Christus gelebt hat. Es gibt die Meinung, dass dieses Buch neben der Bibel dasjenige ist, welches am zweit häufigsten verlegt worden ist. Noch im 19. Jahrhundert wurde die englische Übersetzung in England als Schulbuch verwendet. So, wie z.B. bei der Cheopspyramide Stein auf Stein ruht, so bauen die einzelnen geometrischen Sätze von den Grundannahmen, den sogenannten Axiomen, ausgehend aufeinander auf und bilden ein imposantes mathematisches Ideengebäude, an dessen Spitze der Satz steht:
"Im dreidimensionalen Raum gibt es nur fünf Körper, die von regelmäßigen Flächen begrenzt werden:
1) Das regelmäßig Vierflach oder Tetraeder, bekannt durch die Tetrapaks für Milch.
2) Das regelmäßige Sechsflach, bzw. Würfel, bzw. Hexaeder.
3) Das regelmäßige Achtflach oder Oktaeder.
4) Das regelmäßige Zwölfflach oder Dodekaeder.
5) Das regelmäßige Zwanzigflach oder Isokaeder - die Apolloraumkapseln für den Mondflug hatten die Form eines unregelmäßigen Zwanzigflachs."
Dieser Satz bildet sozusagen die "Spitze der Pyramide" der Euklidischen Geometrie.
Man nennt diese fünf regelmäßigen Körper auch platonische Körper, da diese in der Philosophie Platons eine bedeutsame Rolle spielen.
"Was ist Wahrheit?" - diese Frage treibt die Wissenschaftler, Philosophen, Theologen und viele denkende Menschen schon seit urewigen Zeiten immer wieder um. Die ganze Geschichte der Wissenschaften ist dadurch geprägt, dass immer wieder überraschende und unerwartete Erscheinungen aufgetreten sind, denen in aller Regel von vielen etablierten Wissenschaftlern auf das aller heftigste widersprochen wurde und wird. Max Planck, der entdeckt hat, dass der Austausch von Energie im atomaren Bereich in kleinsten Paketen, den sogenannten Quanten, erfolgt, war sich nach seinem Abitur nicht ganz schlüssig, ob er Physik oder Musik studieren soll und hat einen damals bekannten Physiker um Rat gefragt. Dieser hat ihm gesagt: "Herr Planck studieren Sie Musik. Alle wesentlichen Entdeckungen der Physik sind bereits erfolgt - es wird da nichts neues mehr geben!" Heute wissen wir, dass dies ein typischer Fall von "Denkste" gewesen ist. Im Gegenzug gibt es wieder Kritiker, die der Quantentheorie von Max Planck sehr ablehnend gegenüber stehen. Interessierte seien hier auf die Internetseite www.bourbaki.de verwiesen.
Bei vielen Forschern gilt es, als ausgemacht, dass die Wahrheit durch ein freies Wechselspiel von Argumenten für Ansicht A und Gegenmeinungen zur Ansicht A herausgefunden wird. Leider zeigt die Erfahrung, dass es auch gerade in der Wissenschaft äußerst widerwärtige und abstoßende Debatten gibt, die teilweise auf äußerst unschöne Art und Weise ausgetragen werden. Als Beispiel verweise ich auf den Streit zwischen dem Physiker Newton und dem Mathematiker Leibniz im zu Beginn des 18. Jahrhunderts, wer denn nun als erster die Differential- und die Integralrechnung, die mathematische Grundlage für den fabelhaften Aufstieg der Naturwissenschaften in der Neuzeit, entdeckt hat. Da Leibniz die bessere Bezeichnungweise (Notation) für diese neue Rechenart entwickelt hat und die englischen Mathematiker aus Protest gegen den "bösen" Leibniz seine Notation nicht verwendet haben, wurde die Entwicklung der Mathematik in England über einen langen Zeitraum hinweg sehr behindert. Soweit ich weiß, hat Newton wohl als erster diese neue Art des Rechnens entdeckt, während Leibniz die geschicktere Notation entwickelt hat.
Der Filmemacher Said Sefo hat in jahrelanger Dreharbeit einen Film über die Bosnischen Pyramiden gedreht.
Dieser heißt die "Pyramide der Wahrheit". In jahrelanger Arbeit hat Sefo verschiedene Schauplätze aufgesucht. Die aufsehenerregenden Aussagen von Semir Osmanagic, dem Entdecker der Bosnischen Pyramiden, dass es in der Nähe von Visiko, der alten bosnischen Königsstadt, die ältesten und größten Pyramiden weltweit gibt, haben, wie angesichts der menschlichen Natur eigentlich nicht anders zu erwarten war, auch sehr heftigen Widerspruch hervorgerufen. Sefo lässt in seinem Film beide Seiten zu Wort kommen.
Nach einer öffentlichen Vorführung seines Filmes wurde er gefragt, ob er von der Echtheit der Bosnischen Pyramiden überzeugt ist. Er hat salomonisch geantwortet: "Ich bin begeistert von den Menschen und dem Land, und das ist eigentlich das Einzige, was zählt. Pyramiden können nicht wichtiger sein als die Menschen."
Exitproduktion, die deutsche Verleihgesellschaft dieses Filmes, gibt folgende Kurzinhaltsangabe:
"Der Film beschäftigt sich mit der kontroversen Thematik bosnischer Pyramiden und prähistorischer Zivilisationen. Gibt es in Europa vorgeschichtliche Zivilisationen und sind die Pyramiden in Bosnien älter als die ägyptischen ? Ist dies eine Fiktion oder ein Fakt? Der Film unternimmt eine vierjährige Suche nach der Wahrheit. Aus zahlreichen Recherchen nach zuverlässigen Pro- und Kontra-Fakten und -Quellen, aus hunderten von Interviews auf drei Kontinenten, aus Leidenschaft, Eifersucht und Heuchelei, bieten wir dem Zuschauer die Möglichkeit, im Kern die Wahrheit selbst herauszufinden. Die Kontroverse um die Pyramiden, ihre Verbindung zur existierenden Zivilisation, zu Politik und Medien, sowie viele involvierte Experten verleihen diesem Film eine nicht nachlassende Spannung. Die unglaublichen Errungenschaften der Butmir-Kultur, die teilweise älter als 7.000 Jahre sind, stellen ein Welterbe dar und liefern ein besonderes Merkmal der Problematik. Die beiden polarisierten Seiten und die Unbeteiligten sind sich immerhin einig, dass Bosnien die Wiege der Zivilisation, Kultur und Kunst ist. Sensationelle Entdeckungen deutscher und bosnischer Archäologen in Zentral-Bosnien, zeigen eine der größten Überraschungen in der Entwicklung der Zivilisation, die Butmir-Kultur." (Quelle: http://www.exitproduction.net/FTDE2.html) Interessierte können sich gerne auf der Internetseite des "Deutschen Archäologischen Instituts" http://www.dainst.org/de/node/24076?ft=all über die Ausgrabungen der Butmir-Kultur im Visoko-Becken informieren.
"Die Pyramide der Wahrheit" hat mehrere Auszeichnungen erhalten:
1) 2010: Den "Diamantenen Preis" der Kalifornischen Filmprämierung. (California Film Awards)
2) 2011: Die "Goldene Palme" des Internationalen Filmfestivals in Mexiko
3) 2011: Das "Goldene Ass" des Internationalen Filmfestivals in Las Vegas
Es gibt die Geschichte der beiden Mönche im Klosterkeller zu Eberbach. Beide waren anerkannte Experten für Wein und alles, was damit zusammenhängt, Eines Tages haben sie ein neues Fass geöffnet. Der Erste war der Meinung, dass der Wein aus diesem Fass nach Eisen schmeckt, der Zweite hat Stein und Bein geschworen, dass der Wein im Abgang wie Leder schmeckt. Immer wieder bekamen Sie sich in die Wolle. Dann haben sie beide im Anschluss an den Streit von dem Wein aus dem fraglichen Fass probiert. Sie haben dieses Spiel solange fortgesetzt, bis das Fass leer war. Beim Spülen des Fasses war ein metallisches Geräusch zu hören. Der Eisenschmecker wollte schon in den höchsten Tönen triumphieren. Als jedoch das Spülwasser aus dem Fass abgelassen wurde, stellte sich heraus, dass an dem Schlüssel, der zum Vorschein kam, ein Lappen aus Leder gehangen hat. Da haben sich beide geschämt, dass keiner von Ihnen sowohl das Eisen, wie das Leder, geschmeckt hat. Möglicherweise wird der Archäologenstreit in Zentralbosnien, der in dem Film unter anderem geschildert wird, ein ähnliches Ende nehmen.
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